Gießener Anzeiger

„Durchgebrannt“ mit 21 Keramikern auf Hofgut

14.06.2011 - RABENAU

Facettenreiches Angebot beim Töpfermarkt in Appenborn - Bummel
durch Nützliches und Schönes bei Sonnenschein

(dge). Ob Nützliches für den Haushalt oder einfach nur etwas Schönes zur
Dekoration - das Angebot beim Töpfermarkt auf dem Hofgut Appenborn bot für
jeden etwas. Unter dem Motto „durchgebrannt“ hatten sich hier 21 Keramiker
eingefunden, die eine breite Palette an Produkten unterschiedlicher Töpferkunst
zeigten. Vom klassischen Milchkrug, Tassen, Tellern, Schalen über Figuren,
Plastiken und Schmuck reichte das Angebot. So unterschiedlich wie die Produkte
sind auch deren Herstellungsweisen. Steinzeug, Rauchbrandkeramik, Irdenware,
Porzellan unterliegen eigenen Techniken.

Da hörte man schon mal die eine oder andere Fachsimpelei und schnappte
Begriffe auf wie Engobieren, Glasieren, Fayence-Malerei oder auch Raku,
Letzteres ist eine sehr alte asiatische Form der Keramikarbeit.

Schon zum zweiten Mal hatten die drei Keramiker Michael Limbeck, Karin
Schweikhard und Karl-Heinz Till eingeladen. Waren es im vergangenen Jahr rund
1500 Besucher, so strömten auch bei der zweiten Auflage Menschen aus nah und
fern zu dem idyllisch gelegenen Hofgut.

In der wunderbaren Atmosphäre unter freiem Himmel machte das Bummeln
gleich viel mehr Spaß. Die Handwerker boten ihre Waren nicht nur feil, sie gaben
auch Einblicke in die Kunst des Töpferns und die kleinen Gäste durften sich gar
selbst in der Arbeit mit Ton versuchen. In der alten Scheune gab es Filmvor-
führungen und auch das musikalische Rahmenprogramm mit Klezmermusik der
Gruppe „Shpielrattzen“ und der Trommelgruppe „Percussion Markus Reich“ trug
zu einer rundum gelungenen Veranstaltung bei. Für das leibliche Wohl sorgten
die ortsansässigen Vereine aus dem Lumdatal.



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Gießener Allgemeine | 15. Juni 2011

Zahlreiche Besucher bei Keramikmarkt auf
Hofgut Appenborn



Rabenau (vh). Das Schwanenpärchen auf dem kleinen Hofteich nahm
es offenbar mit Gelassenheit hin, dass zu Pfingstsonntag wahre
Besucherströme zum Hofgut Appenborn kamen.



Vielseitiges Angebot: Der Keramikmarkt auf dem Hofgut Appenborn. (Foto: vh)


So viele Besucher kommen jedenfalls an keinem anderen Tag im Jahr hierher - außer
eben zum Keramikmarkt der mittelhessischen Töpfer, dessen zweite Auflage in dem
idyllisch gelegenen Flecken Erde, den schon der Dichter Rainer Maria Rilke besucht
hatte, wiederum Produzenten und Kaufwillige zusammenführte.

»Durchgebrannt.com« nannte sich die Ganztageveranstaltung internettauglich. 21
professionelle Keramiker aus der Region, darunter der auf dem Hofgut wohnende
Karl-Heinz Till, zeigten die Vielseitigkeit eines fast vergessenen uralten Handwerks.

Lieblingsstücke in aller Ruhe aussuchen.

In der historischen Kulisse des 300 Jahre alten Hofguts, das heute nur noch bewohnt
wird, konnten sich die Besucher ihre Lieblingsstücke in aller Ruhe aussuchen, erklären
lassen und sogleich mit nach Hause nehmen. Vielleicht war ja das eine oder andere
Geschenk zu Pfingsten mit dabei.

Die Auswahl bezog sich auf Steinzeugkeramik, Porzellan, Keramik für den Garten,
Irdenware, Rauchbrandobjekte und Gebrauchsgeschirr für den Haushalt. Für die
kulinarische Versorgung zeichneten die Teddyfrauen und der Verkehrsverein mit ihrer
Erfahrung aus dem Vorjahr verantwortlich. Für die Kinder gab es eine Gelegenheit erste
Erfahrungen mit dem Werkstoff Ton zu sammeln. Elke Freiberg (Hungen-Nonnenroth)
zeigte in einer offenen Feldgrube, wie Keramik gebrannt werden kann.





   
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Pfingstsonntag  12. Juni 2011
geöffnet von 10 - 18 Uhr
freier Eintritt

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durchgebrannt.
2. Keramikmarkt Hofgut Appenborn
35466 Rabenau